Die Geschichte des Ponton-Mercedes W 105 – ein luxuriöses Liebhaberstück

Wir von Beresa Classic lieben alle Oldtimer und Youngtimer aus dem Hause Mercedes-Benz gleichermaßen. Doch wenn wir Ihnen als Ihr Autohändler des Vertrauens in Steinfurt-Borghorst ein Ponton-Modell der Baureihe W 105 zum Kauf anbieten können, freut uns dies immer besonders. Ein klassisches Automobil wie dieses besticht nicht nur mit seiner kurvigen Linienführung und dem luxuriösen Design. Vielmehr wird dieser begehrte Fahrzeugklassiker von einem besonders hohen Seltenheitswert gekennzeichnet.

 

Seltene Limousinen der oberen Mittelklasse

Der Wert dieser ästhetisch reizvollen Limousinen ist unter anderem auf den kurzen Produktionszeitraum zurückzuführen. Diese Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse liefen schließlich nur von 1956 bis zum Jahr 1959 vom Band. Die Wagen der Ponton-Serie wurden insgesamt nur 27.845 Mal produziert. Gut 16.000 dieser Automobile waren allerdings für den Export bestimmt, was die Stückzahlen der verbleibenden Fahrzeug hierzulande, die noch dazu einen hervorragenden Pflegezustand aufweisen können, entsprechend schmälert. Der Preis dieser Wagen des Modells 219 blieb über die gesamte Bauzeit hinweg mit 10.500 Deutschen Mark konstant. Dies entspricht einem heutigen Wert von 26.500 Euro.

Ursprünglich erfreute sich der W 105 nur einer mäßigen Beliebtheit. Dies war vor allem auf den kürzeren Fonds zurückzuführen. Im Vergleich dazu wurde der 220 S, der einige baugleiche Komponenten wie die Fahrzeuge der Modellserie W 105 umfasste, deutlich stärker nachgefragt. Immerhin wurden von diesem Fahrzeugmodell gleich die doppelten Stückzahlen produziert. Heute sind es allerdings genau diese geringen Stückzahlen, welche die Herzen aller Sammler bei dem Anblick eines sehr gut erhaltenen W 105 Fahrzeugs ein paar Takte schneller schlagen lassen. Die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamts belegen, dass der Bestand in Deutschland extrem gering ausfällt. Ende des Jahres 2005 waren es gerade einmal 89 Fahrzeuge dieser Art, die offiziell registriert waren. W 105 Exemplare, die als Teil einer Sammlung aufbewahrt werden, sowie Automobile dieses Typs mit einem 07er-Kennzeichen sind zwar außen vor. Dennoch fällt die Anzahl der noch verbleibenden Liebhaberstück dieses Typs in Deutschland verschwindend gering aus.

 

Die Besonderheiten des Großen Pontons

Im Vergleich zu den anderen Fahrzeugmodellen der damaligen Zeit brauchte Mercedes-Benz mit der Baureihe W 105 ein „Sparmodell“ auf den Markt. Denn auch bei diesem Fahrzeug griff man auf das bewährte Baukastensystem zurück, welches bei vielen zeitgenössischen Automobilen Verwendung fand. Während die Vierzylinderfahrzeuge des Typs 190 ganze 1.050 Deutsche Mark günstiger waren, mussten die Liebhaber der 220 S Fahrzeuge hingegen 2.000 Deutsche Mark mehr auf den Tisch legen. Bezüglich seiner Konstruktion setzt sich der Große Ponton aus dem Motor sowie dem Vorderwagen der 220a Fahrzeuge von Mercedes-Benz zusammen. Ab dem Bereich der A-Säule deckte sich die Konstruktion hingegen mit der Bauweise des Modells 190 (W 121), bei dem es sich um einen deutlich kleineren Vierzylinder handelte.

Trotz des Baukastensystems konnte das heutige Sammlerstück schon früh mit einer handfesten Besonderheit auf sich aufmerksam machen. Immerhin stellte der hydraulische Kupplungsautomat mit dem passenden Namen „Hydrak“ eine wichtige Neuerung dar. Bei diesem System, für dessen Entwicklung eine Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Fichtel & Sachs zustande kam, fand eine hydraulische Anfahrkupplung in Verbindung mit einer speziellen mechanischen Trockenkupplung Verwendung.