„Große Flosse“ – die Geschichte eines Sterns am Mercedes-Benz Oldtimer-Himmel

Wenn wir von Beresa Classic, Ihrem vertrauenswürdigen Autohändler und traditionsreichem Experten für Oldtimer und Youngtimer in Steinfurt-Borghorst, in den Genuss kommen, ein klassisches Automobil der Baureihe W 111 zum Kauf anzubieten, sprechen wir meist nur von der „Großen Flosse.“ Denn auch diese Modellreihe gehörte zur Mercedes-Benz Heckflossen-Serie, die sich vor allem durch ihre elegante und schwungvolle Formgebung einen Namen machen konnte. Wenngleich diese Fahrzeugklassiker als Limousinen der oberen Mittelklasse nur von 1959 bis 1968 vom Band liefen, sind sie aufgrund ihrer immensen Popularität auch heute noch immer wieder in TV und Film zu sehen.

 

Die „Große Flosse“ kommt groß raus

Nicht nur im Ausland, wie zum Beispiel bei dem US-Thriller „Marathon Man,“ sondern auch in der deutschen Heimat des Fahrzeugklassikers wurde ein Automobil dieses Typs prominent in Szene gesetzt. Selbst bei dem TV-Format „Großstadtrevier“ war der Fernsehpolizist Dirk Matthies mit einem Automobil dieser Bauart unterwegs. Interessanterweise handelte es sich dabei um den Privatbesitz von Jan Fedder, der mit seiner Rolle des Dirk Matthies Kultstatus erreicht hat und seinen Oldtimer auch in seinem Privatleben mit dem entsprechenden H-Kennzeichen fährt.

Ob bei James Bond und „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ oder bei „The Hangover,“ der Kultstatus der „Großen Flossen“ ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Auch das deutsche Bundesministerium der Finanzen hat diesem Fahrzeugklassiker bereits eine besondere Ehre erwiesen. Denn als Teil der Briefmarkenserie „Klassische deutsche Automobile“ wurde für den Mercedes-Benz W 111 im April 2015 eine eigene Sondermarke mit einem Nennwert von 1,45 Euro ausgegeben. Dabei ist diese Ehrung nicht unbedingt auf den Seltenheitswert, sondern eher auf den Kultstatus der Fahrzeugserie sowie ihren erhöhten Sicherheitsstandard zurückzuführen. Immerhin wurden von der 220 Sb Limousine gleich 161.119 Stück produziert. Nur 954 Mal lief das 250 SE Cabriolet hingegen vom Band.

 

Die „Große Flosse“ sorgt für einen neuen Sicherheitsstandard

Die Karosserieform der Mercedes-Benz W 111 Fahrzeuge hat sie nicht nur im Kino groß rauskommen lassen. Vielmehr konnte dank der speziellen Formgebung zur damaligen Zeit ein völlig neuer Standard der passiven Sicherheit erreicht werden. Die wirksamen Knautschzonen sowie die stabile Fahrgastzelle dieser Baureihe waren durchaus als Novum zu bezeichnen. Selbstverständlich wurden diese neuen Sicherheitstechnologien von dem weltbekannten deutschen Autobauer bei zahlreichen Crashtests auf den Prüfstand gestellt.

Selbst von einem Überschlag bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde schreckte man bei Mercedes-Benz nicht zurück. Auch die Keilzapfentürschlösser dienten der zusätzlichen Unfallsicherheit. Denn sie sollten verhindern, dass die Türen im Fall eines Unfalls aufspringen konnten. Gleichzeitig konnte die Fahrgastzellenstabilität durch diese Maßnahme merklich gestärkt werden. Das Herausschleudern der Fahrzeuginsassen wurde deutlich unwahrscheinlicher. Dennoch gehörten Sicherheitsgurte bei den Fahrzeugen dieser Baureihe weiterhin zu den optionalen Sonderausstattungsfeatures.

Im Fahrzeuginterieur wurde das Sicherheitskonzept des Autobauers fortgeführt. In das Lenkrad wurde eine spezielle Prallplatte integriert. Beim Armaturenbrett kamen zudem Bedienelemente zum Einsatz, die teilweise versenkt angeordnet wurden oder elastisch waren. Sowohl die Polsterung des Lenkrads als auch der Bedienungselemente im Bereich des Armaturenbretts sollte für einen erhöhten Schutz der Insassen im Fall eines Unfalls sorgen.